Mitarbeitergesundheit · Fehlzeiten · Betriebliche Gesundheit

Ein Vortrag senkt keine Fehlzeiten.

Das ist ein ungewöhnlicher Satz auf der Seite von jemandem, der Vorträge verkauft. Er stimmt trotzdem. Ein guter Vortrag schafft Aufmerksamkeit und eine gemeinsame Sprache, und das ist viel wert. Was er nicht schafft, ist eine Veränderung, die man im nächsten Krankenstandsbericht sieht. Dafür braucht es etwas, das über Wochen läuft, freiwillig ist und gemessen wird. Diese Seite sagt, was wann hilft, und was es kostet.

Von Max Gotzler, Gründer von Flowgrade. Seit 2014 mit Energie, Regeneration und Leistungsfähigkeit beschäftigt, Programme und Vorträge unter anderem für Volkswagen, Mercedes-Benz, adidas, BMW und ERGO. Stand November 2026.

Die Lage

Die Rückenschule kämpft gegen das falsche Problem.

Betriebliche Gesundheit in Deutschland ist über Jahrzehnte um den Körper herum gebaut worden: Haltung, Heben, Bewegung, Ernährung. Das war richtig, solange der Rücken der Grund für Ausfälle war. Er ist es nicht mehr.

Ursache Platz 1

Psychische Erkrankungen sind im ersten Halbjahr 2026 erstmals die häufigste Ursache für Fehlzeiten, noch vor Atemwegs- und Muskelerkrankungen.

DAK-Gesundheit, Krankenstandsanalyse 2026

Dauer 28,5 Tage

So lange dauert ein solcher Ausfall im Schnitt. Ein einziger davon kostet mehr als jedes Programm, über das in Ihrer nächsten Budgetrunde diskutiert wird.

AOK, Wissenschaftliches Institut, Fehlzeiten-Report 2025

Ausgaben 282 Mio. €

So viel gaben die gesetzlichen Krankenkassen 2024 für betriebliche Gesundheitsförderung aus. Geld ist also da, es fließt nur selten dorthin, wo das Problem sitzt.

GKV-Spitzenverband, Präventionsbericht 2025

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Bewegung und Ernährung sind weiterhin wichtig. Sie sind nur nicht mehr der Engpass. Wer heute etwas bewegen will, muss an Schlaf, Stress und Fokus heran, und das ist unbequemer, weil es die Arbeitsweise berührt und nicht nur die Mittagspause.

Was ich selbst messe

Bei zwei von drei Menschen ist der größte Hebel Fokus oder Stress.

Seit Jahren stelle ich dieselben zehn Fragen, zu Energie, Schlaf, Stressbalance, Fokus und Selbstwirksamkeit. Aus 654 Messungen ergibt sich ein Bild, das sich auch in Unternehmen immer wieder bestätigt.

Die Selbstwirksamkeit liegt im Schnitt bei 68 von 100, also hoch. Die Menschen trauen sich etwas zu und glauben, Probleme aus eigener Kraft lösen zu können. Fokus liegt bei 49,6 und Stressbalance bei 49,7, beide an der Kippe. 47 Prozent stecken in der Phase Loslassen, dort also, wo das Alte nicht mehr trägt und das Neue noch nicht da ist.

Diese Zahlen sind keine repräsentative Stichprobe für Deutschland, sondern ein Bild der Menschen, die den Fragebogen ausfüllen. Ich sage das lieber dazu, als dass es jemand später herausfindet.

Was daraus folgt

Wenn Haltung und Zutrauen nicht das Problem sind, dann hilft auch kein Programm, das an der Haltung arbeitet. Appelle, Challenges und Schrittzähler sprechen alle zur Motivation, und die ist bereits da.

Was fehlt, sind Bedingungen: zusammenhängende Zeit zum Denken, Erholung, die diesen Namen verdient, und eine Vereinbarung im Team darüber, wann man einander in Ruhe lässt. Das sind keine Gesundheitsthemen im klassischen Sinn, es sind Führungsthemen. Deshalb arbeite ich mit Teams und nicht mit Einzelpersonen.

Erschöpfung ist selten ein Problem einzelner Menschen. Wenn ein ganzer Bereich auf Reserve läuft, liegt es am Bereich und nicht an der Disziplin der Leute.

Drei Stufen

Was auf welcher Stufe wirklich möglich ist.

Die ehrliche Zuordnung, damit Sie nicht das Falsche kaufen. Jede Stufe hat ihren Platz, sie kann nur jeweils etwas anderes leisten.

01

Vortrag

Leistet: Aufmerksamkeit, eine gemeinsame Sprache, einen Gesprächsanlass im Haus. Leistet nicht: Veränderung, die messbar ist. Richtig als Auftakt oder als Punkt im Tagungsprogramm. Mehr dazu auf den Seiten Gesundheitstag und Führungskräfte.

02

Tag mit Übungen

Leistet: erste eigene Erfahrungen, einen Plan pro Person, Vereinbarungen im Team. Leistet nicht: das Durchhalten danach. Richtig, wenn eine Gruppe bis etwa 40 Personen wirklich arbeiten soll und nicht nur zuhören.

03

Acht Wochen

Leistet: Gewohnheiten, die den Alltag überstehen, und Zahlen vorher und nachher. Verlangt: Zeit, Freiwilligkeit und eine Führungskraft, die mitmacht. Das ist flowX Teams.

Der häufigste und aus meiner Sicht beste Weg ist die Reihenfolge: erst ein Vortrag für viele, dann ein Bereich, der es über acht Wochen ausprobiert, dann die Zahlen für die Entscheidung über den Rest des Hauses.

Messung

Zahlen, ohne jemanden zu durchleuchten.

Die Messung ist der Teil, der mein Angebot von einem netten Impuls unterscheidet, und gleichzeitig der Teil, bei dem am meisten schiefgehen kann. Deshalb ist sie so gebaut, dass ehrliche Antworten möglich sind.

Was gefragt wirdZehn Fragen zu Energie, Schlaf, Stressbalance, Fokus und Selbstwirksamkeit. Drei Minuten, am Telefon oder am Rechner. Vorher und nach acht Wochen noch einmal dieselben.
Was Sie bekommenEinen Bericht über die Gruppe: der Stand, der größte Hebel, die Veränderung zwischen beiden Messungen. In einer Form, die Sie in eine Vorlage für die Geschäftsführung kopieren können.
Was Sie nicht bekommenEinzelwerte. Namen. Wer teilgenommen hat. Teilnahmequoten einzelner Personen. Das steht so auch gegenüber den Teilnehmenden, sonst antwortet niemand ehrlich.
Die RechtslageAntworten zu Schlaf, Stress und Energie sind Angaben über die Gesundheit. Sie werden ausdrücklich eingewilligt, ohne Namen, ohne Mailadresse und ohne IP-Adresse gespeichert und nach 24 Monaten gelöscht.
Die GrenzeAb sieben Personen je Gruppe ist eine Auswertung belastbar. Darunter lasse ich es, weil sich sonst Einzelne zurückverfolgen ließen.
Max Gotzler erklärt vor einer Gruppe

Die unbequeme Antwort

Ich rechne Ihnen keinen Return aus.

In fast jedem Prospekt zu betrieblicher Gesundheit steht eine Zahl: jeder investierte Euro bringt so und so viel zurück. Diese Zahlen klingen gut und halten selten stand. Eine seriöse Rechnung bräuchte eine Kontrollgruppe, einen Zeitraum von Jahren und eine Korrektur dafür, dass sich ohnehin die Gesünderen freiwillig melden.

Was ich Ihnen stattdessen anbieten kann, ist bescheidener und belastbarer: die Werte Ihrer eigenen Gruppe vorher und nachher, erhoben mit denselben Fragen, anonym, mit offengelegter Methode. Dazu die Rechnung, die Sie selbst aufmachen können und die niemand für Sie erfinden muss: Ein einziger verhinderter Langzeitausfall von 28,5 Tagen liegt in der Größenordnung dessen, was ein ganzes Programm für eine Gruppe kostet. Ob er verhindert wurde, kann Ihnen allerdings niemand beweisen, auch ich nicht.

Wenn Ihnen jemand diese Zahl verspricht, ist das ein guter Grund, genauer hinzusehen. Nicht nur bei mir.

Eine Bedingung

Freiwillig, sonst gar nicht.

Die Teilnahme an meinen Programmen ist freiwillig, und das ist kein Zugeständnis, sondern eine Voraussetzung. Pflichtprogramme zur Gesundheit erzeugen zwei Dinge, die beide schaden: Widerstand und schlechte Daten. Wer teilnehmen muss, antwortet, was erwartet wird.

In der Praxis reicht eine Gruppe von Freiwilligen völlig aus. Sie sind die, die danach im Bereich davon erzählen, und das wirkt stärker als jede Ankündigung aus der Personalabteilung. Was eine Führungskraft dafür tun muss, ist überschaubar: selbst mitmachen und die Termine schützen.

Aus welchem Topf

Der Freibetrag von 600 € pro Mitarbeiter und Jahr nach § 3 Nr. 34 EStG gilt für Angebote, die die Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V erfüllen, also im Regelfall zertifizierte Präventionskurse. Meine Programme sind das nicht.

In der Praxis läuft die Buchung deshalb häufiger über das Weiterbildungsbudget als über das Gesundheitsbudget. Dort liegt meist mehr, und die Freigabe geht schneller, wenn ein Angebot mit Lernzielen und beschriebenem Mehrwert vorliegt. Genau so bereite ich es vor. Wenn Ihr Einkauf über eine Plattform wie Semigator bestellt, sagen Sie es früh, dann kommen die Unterlagen gleich in der passenden Form. Die steuerliche Seite klären Sie bitte mit Ihrer Steuerabteilung, ich bin kein Steuerberater.

Der erste Schritt

Messen Sie, bevor Sie etwas buchen.

Der sinnvollste Anfang kostet Sie nichts außer der Zeit Ihrer Leute. Bevor über Budgets geredet wird, sollten Sie wissen, wo Ihr Bereich tatsächlich steht.

1. Kurzes Gespräch20 Minuten per Video. Welcher Bereich, wie viele Menschen, was Sie vermuten und woran Sie es gemerkt haben. Kein Angebot, kein Druck.
2. Erste MessungEin Link an die Gruppe, zehn Fragen, drei Minuten, anonym und freiwillig. Ab sieben Antworten werte ich aus.
3. AuswertungZwei Seiten: wo die Gruppe steht, welcher Hebel der größte ist, was ich an Ihrer Stelle zuerst anfassen würde. Die bekommen Sie auch, wenn danach nichts gebucht wird.
4. EntscheidungDann wissen Sie, ob ein Vortrag reicht, ob ein Tag sinnvoll ist oder ob es acht Wochen braucht. Und Sie haben eine Zahl, mit der Sie intern argumentieren können.

Wenn Sie es zuerst für sich selbst ausprobieren möchten: Der Flow-Test auf dieser Seite dauert drei Minuten und verlangt keine Anmeldung.

Fragen

Kurz beantwortet.

Nein. Ein Vortrag schafft Aufmerksamkeit und eine gemeinsame Sprache, mehr nicht. Wer seine Fehlzeiten bewegen will, braucht etwas, das über Wochen läuft, freiwillig ist und gemessen wird. Ich sage das lieber vorher, als Ihnen nach dem Termin zu erklären, warum sich nichts verändert hat.

Nein. Jede seriöse Rechnung dazu bräuchte eine Kontrollgruppe und einen Zeitraum von Jahren, und wer in diesem Markt mit einer fertigen Zahl kommt, hat sie meist von jemand anderem abgeschrieben. Was ich liefere, ist eine Messung Ihrer eigenen Gruppe vorher und nachher. Das ist weniger, als ein Prospekt verspricht, und mehr, als die meisten belegen können.

Ein Programm über acht Wochen für ein Team oder einen Bereich bis etwa 15 Personen, entlang der vier Phasen des Flow-Zyklus. Wöchentliche Termine, ein gedrucktes Arbeitsbuch, eine Plattform für die Übungen, dazu Messung vorher und nachher. Auf Wunsch mit einem Auftakt vor Ort und einem Abschluss im Haus. Alles dazu steht auf der Seite Teams.

Nein, und das ist eine Bedingung und kein Zugeständnis. Die Teilnahme ist freiwillig. Pflichtprogramme zur Gesundheit erzeugen Widerstand und schlechte Daten, weil die Leute antworten, was erwartet wird. Erfahrungsgemäß reicht eine Gruppe von Freiwilligen völlig aus, damit es sich im Bereich herumspricht.

Die Gesamtzahlen der Gruppe: wo sie steht, welcher Hebel der größte ist, was sich zwischen der ersten und der zweiten Messung verändert hat. Nie Einzelwerte, nie wer was geantwortet hat, und keine Teilnahmequoten einzelner Personen. Ab sieben Personen je Gruppe ist die Auswertung belastbar.

Nein. Damit greift der Freibetrag von 600 € pro Mitarbeiter nach § 3 Nr. 34 EStG in der Regel nicht. In der Praxis läuft die Buchung häufiger über das Weiterbildungsbudget als über das Gesundheitsbudget, dafür liefere ich ein Angebot mit Lernzielen und beschriebenem Mehrwert. Bitte klären Sie die steuerliche Seite mit Ihrer Steuerabteilung, ich bin kein Steuerberater.

Ein Vortrag ab 5.500 € netto für einen Impuls und ab 7.500 € für eine Keynote. Das Programm flowX Teams für eine Gruppe liegt deutlich darüber, weil acht Wochen Begleitung, Material und Auswertung darin stecken; den Preis nenne ich nach dem Vorgespräch, weil Umfang und Anzahl der Präsenztermine ihn bestimmen. Die Vortragspreise stehen offen auf der Honorarseite.

Mit einer Messung, bevor irgendetwas gebucht wird. Zehn Fragen, drei Minuten, anonym, ab sieben Personen auswertbar. Danach wissen Sie, ob Ihr größter Hebel Schlaf, Stress, Fokus oder etwas ganz anderes ist, und können entscheiden, ob ein Vortrag reicht oder ob es ein Programm braucht. Das kostet Sie nichts außer der Zeit Ihrer Leute.

Quellen

  1. DAK-Gesundheit (2026). Krankenstandsanalyse erstes Halbjahr 2026: Psychische Erkrankungen erstmals häufigste Ursache für Fehlzeiten.
  2. Wissenschaftliches Institut der AOK (2025). Fehlzeiten-Report. Durchschnittliche Dauer einer Arbeitsunfähigkeit wegen psychischer Erkrankungen: 28,5 Tage.
  3. GKV-Spitzenverband (2025). Präventionsbericht. Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für betriebliche Gesundheitsförderung im Jahr 2024: 282 Mio. €.
  4. § 3 Nr. 34 EStG in Verbindung mit §§ 20, 20b SGB V. Steuerfreibetrag von 600 € je Mitarbeiter und Jahr für zertifizierte Angebote der Gesundheitsförderung.
  5. Flowgrade (2026). Auswertung von 654 Flow-Score-Messungen: Selbstwirksamkeit 68, Fokus 49,6, Stressbalance 49,7, 47 Prozent in der Phase Loslassen.

Weiter

Sagen Sie mir, woran Sie es gemerkt haben.

Meistens gibt es einen Anlass: ein Krankenstandsbericht, eine Mitarbeiterbefragung, ein Team, das sich verändert hat. Schreiben Sie mir diesen einen Satz und wie groß der Bereich ist. Antwort in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.

Geht es um einen einzelnen Termin? Dann sind Gesundheitstag oder Führungskräfte die passenderen Seiten.

Max Gotzler im Workshop mit einer Gruppe